An die Gasthäuser „Lamm“ und „Rose“ erinnert noch nur ein Schild

Ein kunstvoller Ausleger ist noch zu sehen. Doch statt dem Lamm zeigt er ein rotes Apotheken-„A“, und statt schwäbischem Vesper und selbst gebrautem Bier gehen im Haus Königstraße 28 in Rottenburg jetzt Pillen und Tropfen über die Theke.
weiterlesen Der Tübinger „Hirsch“ beherbergte eine florierende Wirtschaft und das erste Filmkunst-Kino der Stadt

Ob am Bodensee, im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb: Touristen können sich sicher sein, dass sie auf ihren Reisen durch Baden-Württemberg früher oder später auf ein Wirtshaus mit dem Namen „Hirsch“ stoßen. Doch Vorsicht: Nicht überall, wo „Hirsch“ draufsteht, ist auch eine Gaststätte drin. Denn sucht man in der Tübinger Hirschgasse nach einem schwäbischen Lokal, wird man es nicht finden. Dafür aber die „Hirsch“-Begegnungsstätte für Ältere und das „Café im Hirsch“.
weiterlesen Die „Schottei“ in der Haaggasse war vielleicht eine der frühen Tübinger Brauereien

Tübingen. Das letzte Mal hatte die Tübinger Restauration Schottei wohl am 24. November 1960, einem Samstag, offen. Nur einen Tag wirteten die Geschwister Kuttler, so wie sie es auch am 15. Dezember 1956 getan hatten. Denn nach dem Zweiten Weltkrieg öffneten die Kuttlers ihr Wirtshaus in der Haaggasse nur noch alle vier Jahre für einen Tag. Sie verhinderten damit konform zum damals gültigen Gaststättenrecht, dass sie ihre Konzession verlieren.
weiterlesen Die „Lenzei“ am Haagtorplatz hat eine wechselhafte Geschichte

Tübingen. Wo heute das Programmkino „Atelier“ nebst Café ist, war einst eine der bedeutenden Tübinger Wirtschaften, die „Lenzei“. Das Wirtshaus am Haagtorplatz steht wohl mindestens seit den 1840er Jahren. Schon auf Bildern aus der Zeit vor dem Haagtor-Abbruch (1832) ist am „Lenzei“-Standort ein stattliches Gebäude zu sehen. Wegen seiner günstigen Lage direkt vor dem Stadttor könnte es als Gasthaus und Pferdestation betrieben worden sein.
weiterlesen Über Jahrzehnte war der „Unckel“ zentrale Anlaufstelle für Studenten

Tübingen. Schon vor dem Ersten Weltkrieg wurde der Weinstube an der Wilhelmstraße ein „guter Ruf als bürgerliches Lokal“ nachgesagt. Friedrich „Fritz“ Unckel führte seine wohl um 1900 gegründete Wirtschaft mit viel persönlichem Einsatz und Charme. Professoren, Studenten und Ärzte der anliegenden Kliniken gingen bei ihm ein und aus. Mittags standen dampfende Teller mit einfachen Gerichten auf den rustikalen Tischen, abends schenkte Unckel Wein, Most und Branntwein aus. Bis zu den harten Jahren des Ersten Weltkriegs lief die Kneipe gut. Kurz nach dem Krieg, im Jahre 1922, entschied sich Unckel aber zum Verkauf.
weiterlesen Im Gasthof „Zum Kaiser“ schenkten Klöster, die Universität und andere Wirtsleute aus

Tübingen. Die Schankerlaubnis kam mit den eigenen Weinbergen. So wurden auch klösterliche Orden gewissermaßen zu Tübinger Wirtsleuten – wie die Gutenzeller Zisterzienserinnen, die im 16. Jahrhundert ihren Pfleghof in dem prächtigen Fachwerkbau in der Kirchgasse 6 hatten. Jahrhunderte später wurde das Haus als Restaurant „Zum Römischen Kaiser“ sowie als „Hotel Kaiser“ bekannt.
weiterlesen Ehgner-Treff beim Stegbeck

Torbeck, Gscheiter Beck, Joosebeck: Sie alle sind dahin. Doch gibt’s noch den Stegbeck, offiziell „Wirtschaft zur Eintracht“. Dort haben viele Alteingesessene seit 125 Jahren bei der Familie Neu ihr zweites Zuhause. Am Sonntag wird in der Gaststube gefeiert: Die Doppelradler machen Musik.
weiterlesen Fuhrmanns-Gasthof mit schlagendem Erfolg

Eine einsame Kelter stand abgelegen am Fuße der Derendinger Weinberge, durch einen Pfad mit der staubigen Hauptstraße im Steinlachtal verbunden. Diese „Schweizer Straße“, die heutige B 27, war schon vor 200 Jahren eine der Hauptverkehrsadern Württembergs. Post- und Reisekutschen nahmen diesen Weg, um von Stuttgart bis nach Schaffhausen zu gelangen. Die Geschichte des Gasthofs „Waldhörnle“ beginnt genau hier, im Jahre 1800.
weiterlesen Die „Alte Weinstube Göhner“ war einst Treffpunkt von Handwerkern, Studenten, Bauern und Professoren

Wer über die Tübinger Unterstadt fachsimpeln will, kommt an ihr nicht vorbei: Die „Alte Weinstube Göhner“ in der Schmiedtorstraße 5 ist eine Institution. Den Namen Göhner trägt das Weinlokal seit 1897, als der Ofterdinger Bäckermeister Jakob Göhner das Wirtshaus samt Bäckerei von seinem Schwiegervater Johann Christian Meinhardt übernahm. Der hatte die Bäckerei, samt „Weinwirtschaft“ und einem „Pferdeverleih mit Stallungen in der Madergasse“ gegründet. Wann genau das war, ist in den Konzessionsakten, die im Tübinger Stadtarchiv erhalten sind, nicht verzeichnet. Spätestens seit Mitte der 1860er Jahre dürfte es den Betrieb aber geben.
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